Samstag, 19. Dezember 2009

From se Cité de Saigon to le Delta Mekongoise und zruck

update: jetzt neu!! mit bildern!!

Da bin ich wieder, zurueck aus dem Mekong Delta. Meine Kamera will gerade keine Bilder rausruecken, edit: doch, jetzt schon, in der Zwischenzeit kann ich gleich Werbung fuer die Energizer Lithium-Batterien machen, die ich zur Zeit benutze: Halten wirklich ewig, in meiner Kamera zumindest lange, und das heisst schon was (normale Energizer etc. machen nach 2 Tagen die Graetsche). Dazu ist die Lithium-Version auch noch leichter, und ich hab ja immer 2-3 Paare dabei. Kaufempfehlung, trotz teuer.
Nach einer Touri-Tagestour von Saigon aus bin ich einfach in My Tho geblieben, anstatt zurueck nach Saigon zu fahren. Nach einem Ruhetag dort, leckerer Kobra, Riesengarnelen und Kobra-Penis-Schnaps (ich war mit ein paar australischen volunteers in einem obskuren Insellokal zum Abendessen, und man "durfte" alles moegliche essen, beim Schlachten der Kobra zuschauen etc...) gings dann weiter nach Can Tho, der groessten Stadt im Delta.


Die erste Touri-Tour in My Tho, erkennbar an den ausgeteilten Hueten.


OK, damit haben sie mich dann doch gekriegt: Noch warme, frische Kokosnussmasse fuer die lokalen Bonbons!


Wo wir schon beim Essen sind: Pho, die vietnamesische Standardsuppe mit vieeeel Kraut und Limonen mit bei, an jeder Strassenecke. Vorzugsweise mit Limonensaft auf Eis. Sorry Plaetzchen...


Und nach dem Essen? Su(e)persweet Condensed Milk Ca Phe!


Wow... Metropol-Stimmung im Mekong Delta


Mister Nip, mein freundlicher Cyclo Guide in My Tho. Das Gefaehrt ist fast so alt wie er...


Wie jetzt? Horst Schlaemmer hat eine Vietnamesin geheiratet!? Also bei dem Laden wuerde ich mir kein Foto machen lassen...


Auf dem Weg nach Can Tho fuhren wir ploetzlich ohne linken Vorderreifen. Nix passiert, denn der Wagen hatte ja ca. 20 Mercedes-Aufkleber und war ganz offensichtlich auch einer, oder?


Bruecke auf dem Weg nach Can Tho


Nein, diesmal ein Sonnen-AUFgang bei der fruehmorgendliche Bootstour zu den floating markets in Can Tho.





Fruehstueck auf dem Wasser


Edward aus NYC, Frau Hoa, und German Guy


Pier bei Abend-Dings-Uhrzeit-Licht

Ein weiteres Highlight war Mount Sam, der einzige Huggel in der gesamten Umgebung, von dem man (theoretisch) einen perfekten Rundumblick auf die Reisfelder bis rueber nach Kambodia hat. Aber auch bei aufziehendem Regen und Daemmerung eine tolle Stimmung.


Weg auf den Mount Sam



Ich war ueberrascht, wie stark ausgebaut das Delta ist, man braucht praktisch keine Faehren oder Boote mehr, und ausser Frachtschiffen hat die Strasse das Wasser abgeloest. Trotzdem hausen immer noch viele Menschen am Fluss, bauen kleine Fischfarmen am Rand bzw. schwimmende Farmen im Fluss, und waschen sich in der braunen Bruehe...


Ist die Zielgruppe dieser Wassermarke Nerds oder Metallica-Fans? Oder nerdige Metallica-Fans? Ich glaube die dachten einfach: "Taste me you will see...
More is all you need...
M@ster!! M@ster!!" Logisch. I like it.

Morgen fahre ich weiter nach Dalat in die Berge. In 2 Stunden holt mich Vu hier in Saigon nochmal zum Essen mit seiner Familie ab, mal sehen ob die mich noch moegen. o_o

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Saigon 3

Morgen fahre ich weiter ins Mekong-Delta, und habe hier in Saigon grade wenig zu tun, ausser zu organisieren und zu surfen. Da kann ich ja gleich noch die neuesten Fotos und Stadt-Impressionen loswerden. Ich war zu Fuss, per Bus und Moto-Taxi in der Stadt unterwegs. Morgens bin ich mal mit Vu zum Essensstand seiner Mutter zum Suppenfruehstueck auf den Markt gefahren, dann weiter nach Chinatown, das mit Tempeln und Maerkten auch nur so vollgestopft ist...
Eine Tagestour in die Umgebung fuehrte zu den Cao Dai-Tempeln (eine Mischung aus 3-4 Religionen, die es nur hier in Suedvietnam gibt) und den Cu Chi-Tunneln (ein riesiges Tunnelsystem aus dem Vietnamkrieg, das die Amerikaner bis zum Schluss nicht wirklich kleingekriegt haben).

Fruehstueck und Saigon Innenstadt




Tempel des Jadekaisers






le post office


Cholon (Chinatown)






Plastikbaeumchen bei 30 Grad


Geburtstag mit Karaoke und Cao Dai Tempel


Das 2. Geburtstagskind mit Tischgrill mit Ziegenfleisch und wieder fermented Tofu-Sosse


Karaoke...


Cao Dai Tempel (Kirche?), eine seltsame Mischung


Die 3 Religionsgruender unterschreiben den 2. Vertrag der Menschen mit Gott (nach Moses und Jesus oder so...)



So. Jetzt reichts wieder mit Internet-Cafe, ich muss was essen. Ich hoffe, die Fotos geben einen kleinen Einblick in meine Reise, auch wenn Tausende Alltagssituationen fehlen! Eine schoene Weihnachtszeit und bis bald...

Saigon 2

Mein Host=Gastgeber und seine Familie haben mich sehr nett aufgenommen in den letzten Tagen. Gleich am 2. oder 3. Abend kam die halbe Familie und Nachbarschaft zusammen, um den 1. Geburtstag seiner Cousine (oder besser: einer seiner vielen Cousins und Cousinen) zu feiern, und ich war eingeladen. Also wurden 5 Gaenge Essen, eine Miniband inkl. Mikro zum Mitsingen, und genug Tische und Stuehlchen in den Hof geprampft.



Ab dem ersten Gang (Suppe und Schweinefleisch mit Dips) kam alle paar Minuten ein Onkel an, um mit mir ein Bier zu kippen und sich vorzustellen. Gottseidank sind die Glaeser immer mit dicken Eisbrocken gefuellt, denn irgendwas in der Richtung wie "chet du tschatt" heisst "Leertrinken, vorzugsweise auf Ex", und das musste natuerlich immer sein. Ich habs ueberlebt, aber so viel Bier und Essen hatte ich schon lange nicht mehr in so kurzer Zeit zu mir genommen - jede der x Tanten an meinem Tisch meinte es naemlich auch sehr gut mit meinen Portionen, ob ich wollte oder nicht. Das Essen war aber auch sehr gut. Ich glaube, es gab nacheinander: Suppe mit Fleisch und Dips, einen Tischgrill mit Riesengarnelen und Tintenfischen, eine Tischgrillplatte mit Rehfleisch in Knoblauchsosse (auch im Video) zum Einwickeln in Reispapier und fermentiertem Tofu-Dip, einen hot-pot Suppentopf mit separaten Nudeln, Gruenzeug und Fleisch zum Selberkochen... wahrscheinlich habe ich noch irgendwas vergessen. Ich glaube da muessen ein paar Fotos her.








Mein Tisch samt Tanten, Onkeln und Cousinen

Erwaehnenswert war, dass der Vater ("Binh") des Kindes in einem Rundgang alle begruesste, die Geschenke eingesammelte, und alle bis auf meins kleine rote Papierumschlaege mit Bargeld waren... "lucky money" eben. Ach ja, und Trinken musste ich natuerlich trotzdem mit ihm...

Zum Schluss durfte ich noch Familienfotos mit Omas, Tanten, Nachbarn usw. schiessen und mit den verbliebenen, (und manchmal betrunkenen) Onkeln vor der Tuer Bier trinken und ueber Bayern Muenchen reden. Und "Bayern Munich good, Bayern Leverkusen good, too!"... naja, meinetwegen.


Das Wohnzimmer, in dem uebrigens taeglich Vu (auf der Bank), ich (auf einer Matte auf dem Boden) und die Oma (Bett hinten rechts) schliefen. Im Stockwerk drueber dann nochmal gefuehlte 10 Leute auf Boden und Matratzen. Ab morgens um 5 gingen dann die Vorbereitungen fuer den Markt los...


Vater, Grossmutter, Mutter, German guy, Vu




Zu fortgeschrittener Stunde gabs noch ne kleine Maennerrunde. Gottseidank sind Vietnamesen klein und nicht sehr trinkfest, denn Rausreden war meistens nicht drin.

Die ersten Tage in Saigon

Ich bin inzwischen seit 1 Woche in Saigon aka Ho Chi Minh City, wo ich bei einem CouchSurfer und seiner Familie untergekommen bin. Morgen gehts weiter ins Mekong Delta... aber immer der Reihe nach:
Aus Sihanoukville bin ich mit dem Bus ueber Phnom Penh und die Grenze direkt in Saigon Pham Ngu Lao angekommen (die backpacker-Gegend hier). Nach einer ersten Nacht im dorm habe ich mich mit meinem CS-host Vu getroffen und bin zu ihm und seiner Familie gezogen. Am ersten Abend war ausserdem gleich ein CS-Essen angesetzt, wo einfach jeder was kocht oder mitbringt. Ich musste also noch im Eiltempo einen Kartoffelsalat mit Mayo machen, nur leider ohne saure Gurken... und die Familie hat sich gewundert, warum ich Sosse und Zutaten zusammenschmeisse, anstatt es Vietnam-maessig getrennt zu servieren. Die meisten CouchSurfer die dabei waren, haben hier in Saigon gewohnt oder kamen aus Saigon, ich war praktisch der einzige Durchreisende. Das Essen war natuerlich gut, und ich durfte auch mal Hundefleisch probieren. Schmeckt wie Schwein bzw. war ohnehin in viel Knoblauch gebraten...


Essneee: Getrockneter Tintenfisch, Sesamfladenbrote, Teigtaschen, Naan, Curry, Muscheln... und natuerlich solider, deutscher Kartoffelsalat!


Menschen. ganz links Vu, vorne rechts Giselle, die Gastgeberin, dazwischen Diverses aus England, Irland, Holland und Phillipinen, Vietnam.


Jeden Tag verbringe ich ca. 1 Stunde aus diesem Blickwinkel... auf dem Ruecksitz eines Motos, umringt von einer Verkehrsmasse.


Benh Tham oder so... zentraler Markt eben.


In Vietnam gibt es vieeele Kaffeesorten und noch viel mehr Cafes. Den Weasel Coffee (die Bohnen werden an Weasel verfuettert und dann wieder aufgesammelt) habe ich noch nicht probiert.

Der Verkehr ist hier natuerlich ein Kapitel fuer sich. Anders als in Bangkok hauptsaechlich Motos und kaum Autos, hin und wieder mal cyclos (Sessel-Fahrrad-Taxi), aber die meistens in der Innenstadt. Der Verkehr regelt sich bis auf ein paar Ampeln eher selbst, Jeder passt auf Jeden auf und schlaengelt sich so durch. Hupen sind eher so eine Art Fahrradklingel, um auf sich aufmerksam zu machen. Nur das Fahrradwege selten so voll sind wie die Kreisverkehre hier...
Ich hatte aber garkeine andere Wahl, als mit Vu, Anh, Duong (Freunde von Vu) oder einem Moto-Taxi rumzufahren, zu Fuss ist es meistens zu weit, und Busse gibt es nur auf manchen Strecken. Die Verbindung hier ist ganz in Ordnung, vielleicht klappt das ja mal mit einem Video:


Da faehrt mich glaube ich grade Duong (sprich: Juung) in die Stadt (siehe unten).


Dem Uncle Ho sei Statue vor sei Stadt ihr Verwaltung sei Haus und dem Uli sei Gsicht dem sei Foto.


Vu's Freundin Duong war so nett, mir ein Bisschen die Innenstadt zu zeigen, hier die restaurierte Oper aus Jahrhundertwende-Zeiten.


DDR-Plakat im hiesigen Kriegsmuseum, die meisten Bilder aus dem amerikanischen Krieg kennt man ja...