Das S-21 war ironischerweise mal eine Schule, und wurde ab 1976 von den Khmer Rouge als Foltergefaengnis benutzt. Nur dass an den Reckstangen im Hof Menschen gefoltert, die Klassenzimmer mit kruden Einzelzellen versehen und mit Stacheldraht umwickelt wurden (Nein, nicht wegen Fluchtgefahr, sondern weil sich die Insassen reihenweise freiwillig in den Tod stuerzen wollten). Die Zellen sind so belassen, wie sie die vietnamesische Armee nach 3 Jahren Khmer Rouge-Herrschaft vorgefunden hatte, inklusive Blutspritzern und Fotos der in der Eile zurueckgebliebenen Leichen (Die anderen zigtausend liegen in den killing fields). Neben diesen "VIP"-Zellen fuer hochrangige Folteropfer und den Klassenzimmern gibt es noch viele Fotos der Opfer und Taeter zu sehen.
VIP-Zelle im Urzustand. Hinten das Foto des letzten Opfers.
Ehemalige Klassenzimmer mit "normalen" Zellen.
Killing Tree auf den Killing Fields. Auch, um Munition zu sparen.
Alles wurde dokumentiert und nummeriert, warum weiss keiner, weil viele Nummern einfach taeglich neu vergeben wurden. Warum wer wie darin gelandet ist, weiss auch keiner. Nur wenn, dann wurde grundsaetzlich die ganze Familie oder alle unter Folter erwaehnten Personen mit-ausgeloescht und denGestaendigen trotzdem auf den Killing Fields nebenan mit alten Rohren der Schaedel eingeschlagen und ihre Babies gegen einen Baum geschlagen, um Munition zu sparen. Aber heute wills auch keiner gewesen sein...
Unsere Fuehrerin vor den Fotos der Opfer. Sie konnte damals frueh nach Vietnam fliehen, als ihr Vater schon umgebracht war.
Diese Jungs waren uebrigens keine Insassen, sonder Folternde. Viele mussten zuerst Freunde oder Familie umbringen, sonst waeren sie auch dran gewesen. So gesehen waren sie auch Opfer. Und anscheinend extrem brutal.
Und diese Methode hier (von einem ehemaligen Folterer gemalt) erfreut sich nach wie vor weltweiter Beliebtheit (waterboarding):
Der Leiter (ja, Leiter und Hauptverantwortlicher) des S-21 Gefaengnisses steht uebrigens grade mal wieder vor Gericht (nach Jahren Verzoegerung), und behauptet, er haette ja nur Befehle ausgefuehrt und Angst um sein Leben gehabt. Penner.





